Shiatsu

 

Shiatsu ist Nähe, ist Achtsamkeit und Wahrnehmung.

Shiatsu ist Berührung, ist Wandlung und Regeneration.

Shiatsu lässt neue Kraft schöpfen und befreit die eigenen Ressourcen.

Shiatsu verleiht Flügel.

 

So gesehen ist Shiatsu Wellness in bester Form!

 

 

Im Gehalten-Sein des Shiatsu kannst Du dich fallen lassen und die Kontrolle lösen und damit tiefe Entspannung erleben. Diese Entspannung schafft die Möglichkeit für Veränderung.  Tief in dir verborgene Potentiale erwachen zum Leben, ein Gefühl des Ganz-seins und der Lebensfreude erfüllen Dich.



Im Shiatsu wird der Körper durch sanften Druck an den Verläufen der Meridiane,  Energiebahnen, die den Körper durchströmen, berührt. Beim Shiatsu bleibst Du voll bekleidet und liegst auf einem Futon - einer Matte auf dem Boden. Die Berührung gibt Halt und Energie gleichermaßen.

Shiatsu ist in der fernöstlichen Philosophie, Heil- und Lebenskunde verwurzelt. Von Japan aus hat es sich im Westen verbreitet und eigenständig weiterentwickelt. Die Lebensenergie - japanisch: Ki; der "Lebenshauch" - ist der Motor des Lebens. Shiatsu berührt und unterstützt die Anbindung an diesen Lebens-Strom. Die besondere Kunst von Shiatsu besteht darin, die Berührung individuell auf den Menschen mit seinen augenblicklichen Bedürfnissen einzustellen. Shiatsu...
  • dient der Entspannung und regt die Lebensenergie an
  • wirkt gegen Alltagsstress und hilft in Krisen
  • unterstützt die Selbstheilungskräfte
  • kann bei vielen Beschwerden und Symptomen eine Hilfe sein

Über die Technik und die Ursprünge von Shiatsu

Shiatsu ist eine energetische Körperarbeit, die mit Hilfe achtsamen Lehnens in die Tiefe und befreienden Dehnungen arbeitet.  Dies bewegt die  Lebensenergie, Ki - oder Chi/ Qi - genannt, die unseren Körper in einem Netz von Leitbahnen,  den  Meridianen, durchströmt.  Spannungen und eventuelle Blockaden, die letzlich ein Stau im Energiefluss sind, lösen sich dabei und der Ki Fluss harmonisiert sich.

 

Die Wurzeln von Shiatsu liegen in der Heilkunst der japanischen Medizin, wo es aus verschiedenen therapeutischen Anwendungen und Massagetechniken Anfang des 20. Jahrhunderts in Abgrenzung zu reinen Wohlfühlmassagen entstanden ist.  Allen zugrunde liegt die östliche Sichtweise, nach der ein harmonisches Fließen der Lebensenergie Ki die Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden ist.  Kann die Lebensenergie in ihren Bahnen ungehindert fließen, kann sich auch das Leben in uns harmonisch entfalten, und wir erfreuen uns körperlicher Gesundheit und emotionaler Ausgeglichenheit. Ist der Energiefluss jedoch blockiert oder im Mangel führt dies zu Störungen in unserer Befindlichkeit und unserer Gesundheit.

 

Wörtlich bedeutet Shiatsu Finger - (‚Shi‘) Druck (‚Atsu‘ ), doch eigentlich ist es eher ein Lehnen des Shiatsu-Praktikers, wozu er mit Daumen, Handballen, Ellbogen oder Knie mit sanftem Druck an den Meridianverläufen entlangwandert.  Neben der Stimulierung der „Tsubos“ (der Akupunkturpunkte) durch Druck sind wesentliche Elemente des Shiatsu Dehnungen, Bewegung, presentes Halten und Kinbiki, eine Technik leichten  Schüttelns, das sehr anregend auf das Ki wirkt.

 

 Shiatsu fördert die Selbstheilungskräfte des Körpers  und trägt so wesentlich zur Gesundheit bei.  Außerdem schult Shiatsu das eigene Körperbewusstsein und schenkt dem Behandelten innere Ruhe, ein positives Lebensgefühl und Entspannung..

 


 

In Deutschland wird meist Zen-Shiatsu praktiziert, das auf Shizuto Masunaga (増永 静人, 1925–1981) zurückgeht. Er war Schüler und enger Mitarbeiter Namakoshis, der in den 1950er Jahren Shiatsu als staatlich anerkannte Gesundheitstspraxis in Japan etabliert hatte. Dies lag in einer Zeit, als Japan unter amerikanischer Besatzung, seine eigene Kultur der westlichen stark anpassen musste, also wurde das Shiatsu Namakoshis dem westlichen Medizinverständnis angepasst und von den Ursprüngen der asiatischen Philosophie befreit. Masunaga suchte nach einem tieferen Zugang und verband shiatsu wieder sowohl mit den alten traditionellen Weisheiten der japanischen und chinesischen Medizin, als auch mit westlicher Psychologie, die er selbst studiert hatte. Masunaga führte das Meriansystem, wie es in der chinesischen Medizin, also z.B. in der Akupunktur, seit Jahrtausenden verwendet wird, ins Shiatsu ein. Er erspürte, dass sich jede der Energiebahnen durch den ganzen Körper zieht und erweiterte das traditionelle System entsprechend. Seiner Feinfühligkeit ist es auch zu verdanken, dass wir stets mit zwei Händen arbeiten, wobei die eine Halt gibt und lauscht während die andere arbeitet. Die beruhigende Wirkung dieser Technik, die das System des Parasympatikus  aktiviert, erklärt zugleich die besondere Tiefe der Wirkung von Shiatsu. Gerade dieser Halbschlafzustand, der sich bei einer Shiatsusitzung häufig schnell einstellt, ermöglicht tiefes Loslassen aktuellen Stresses sowie verändernde Prozesse. Ein zentraler Forschungspunkt Masunagas war es die Funktionen der verschiedenen Meridiane auf körperlicher, seelischer oder geistiger Ebene zu entschlüsseln und diese als Information in die Behandlungen einzubeziehen. Dies wirkt wie ein  "Booster" der körperlichen Behandlung, die so schlummernde Potentiale zum Leben erwecken kann.

 

Als Masunaga 1981 starb, hinterließ er ein für ihn noch sehr lebendiges Forschungsfeld mit vielen offenen Fragen, an denen seine Schüler, allen voran Pauline Sasaki, Akinobu Kishi, sowie Tetsuro Saito weiter forschten und dabei sehr unterschiedliche Wege gingen. Da in Japan nur das traditionelle Shiatsu, welches nicht mit dem Meridiansystem und ohne die Verknüpfung der körperlichen und der seelischen Ebene arbeitet , als staatlich anerkannt ist, wurde dort Masunagas Weg nie wirklich anerkannt. Um so mehr hat sich dieser aber - nicht zuletzt durch seine Schüler - in der westlichen Welt verbreitet. 

 

Shiatsu ist seither immer weiter im Prozess der Wandlung, intergriert Impulse und Ansätze aus verschiedenen Behandlungsformen von Osteopathie über Traumaarbeit oder Quantenphysik. In seiner ganzheitlichen Wirkung ist Shiatsu eine, so bin ich überzeugt, zukunftsweisende Behandlungsmethode. Das lineare Weltbild der westlichen Welt, also auch die westliche Medizin und Psychologie, ist dabei sich zu wandeln und sich der Wechselwirkung unterschiedlicher Ebenen bewusst zu werden. Die Stärke von Shiatsu liegt neben seiner äußerst angenehmen Behandlungsform im Erreichen  der unterbewussten Ebene, in der 95 % unserer Emotionen und somit Handlungsimpulse gebildet werden. Im Shiatsu kann sich die Kontrolle lösen und damit tiefe Entspannung erfahren werden, sowie  Veränderung geschehen.